Gewaltfreie Kommunikation

Mangelhafte Kommunikation führt zu GewaltProfessional conversation between businesspeople

Wenn Auseinandersetzungen zwischen Menschen eskalieren in Aggression und Gewalt, besteht die Hauptursache in einer mangelhaften Kommunikation.
Wir betrachten unsere Art zu sprechen vielleicht nicht als „gewalttätig”, dennoch führen unsere Worte oft zu Verletzung und Leid – bei uns selbst oder bei anderen.
Wenn wir der Gewalt vorbeugen bzw. sie vermeiden wollen, dann macht es Sinn, an unserer Kommunikation zu arbeiten und sie zu verbessern.
Die Wissenschaft der „Gewaltfreien Kommunikation“ (GfK) kann uns dabei helfen.

Diese Sprache haben wir gelernt:

Kritisieren: So geht das nicht …, das machen Sie falsch …
Loben: Das haben Sie hervorragend gemacht, weiter so.
Belohnen: Wenn Du … schaffst, dann …
Analysieren: Wenn Sie … beachtet hätten … , dann …
Bewerten/Beurteilen: Sie sind … zuverlässig/unzuverlässig.
Interpretieren: Du machst das nur, weil …
Strafen, drohen: Wenn Du nicht sofort ….., dann …

Professional conversation between businesspeople

 

Gewohnte Verhaltensweisen:

Achten auf Regeln und
sich im Recht fühlen.
Leugnen von Verantwortlichkeit: Mein Chef sagte, ich soll …
Forderungen stellen: Meine Rolle als … zwingt mich ….
Bewerten, Maßstäbe anlegen: Der Prospekt muss bis morgen fertig sein.
Manipulieren: Das hast Du gut/schlecht gemacht.
Suche nach dem Schuldigen: Durch Belohnung, Bestrafung, Bewertung.

 

Was ist „Gewaltfreie Kommunikation”?

Unter dem Begriff „Gewaltfreie Kommunikation” (GfK) werden sprachliche und kommunikative Fähigkeiten verstanden, die es uns ermöglichen, auch unter kritischen und herausfordernden Umständen menschlich zu bleiben.
Wichtig dabei sind Ehrlichkeit, Klarheit, Respekt und einfühlsame Aufmerksamkeit.Giraffe (Giraffa camelopardalis)

Die GfK hilft uns bei unserer Art zuzuhören und bei der Umgestaltung unseres sprachlichen Ausdrucks.
Aus gewohnheitsmäßigen, automatischen Reaktionen werden bewusste Antworten.
Wir werden angeregt, anderen Menschen unsere respektvolle Aufmerksamkeit zu schenken und uns ehrlich und klar auszudrücken.

Wenn wir die GfK im Kontakt mit Anderen anwenden, können sich uns Türen öffnen auf allen Ebenen der Kommunikation, in allen Altersklassen, in den unterschiedlichsten Situationen im Privatleben und im Beruf, auf dem politischen Parkett u.v.a.

Die GfK ist die verlorene Sprache der Menschheit, die Sprache eines Volkes, das rücksichtsvoll miteinander umgeht und das die Sehnsucht hat, in Balance mit sich selbst und anderen zu leben.

Nicht „was bin ich” und „was sind die Anderen” zählt, sondern:Giraffen Eins

  • „Wie geht es Dir (uns)” und „Wie geht es mir”.
  • „Was kann/will ich tun, um Dein Leben zu bereichern” und
  • „Was kannst/willst Du tun, um mein Leben zu bereichern” bzw.
  • „Was können/wollen wir tun, um unser Leben zu bereichern” und
  • „Was können/wollen Andere tun, um das Leben Aller zu bereichern”.

Im Endeffekt bereichern wir unser Leben gegenseitig, und die Spiele von Konkurrenz, Dominanz, Ausbeutung und Unterwerfung hören auf.

Entwickler der GfK

Der Entwickler der GfK ist Dr. Marshall Rosenberg.
Er ist Doktor der Psychologie und international anerkannter Konflikt-Mediator.
Angeregt durch die Arbeiten von Carl Rogers entwickelte Dr. Rosenberg seit den 70er Jahren das Modell der „Nonviolent Communication”.
Er beschäftigt sich seither weltweit damit, in Konfliktregionen vor Ort den Menschen mit neuen Möglichkeiten einen wertschätzenden Umgang miteinander zu ermöglichen.
Er ist Gründer des internationalen „Center for Nonviolent Communication” in den USA, um die „Gewaltfreie Kommunikation” möglichst überall auf der Welt bekannt zu machen.

Rosenberg nennt unseren „normalen“ sozialen Umgangston „Wolfs-Sprache“.

Kennzeichen der Wolfs-Sprache:
  • Analyse: „Wenn du das beachtet hättest …“
  • Kritik: „So ist das falsch, das macht man so …“
  • Interpretationen: „ Du machst das, weil …“
  • Wertungen: „Du bist klug, faul, richtig, falsch …“
  • Strafandrohungen: „Wenn du nicht sofort, dann …“
  • Bedingungen, Regeln und Normen
  • Sich im Recht fühlenGrey Wolf (Canis lupus) with One Ear Back

Resultat der Wolfs-Sprache ist in der Regel, dass der andere sich schlecht fühlt, sich wehrt oder ausweicht.
In jedem Fall provoziert die Wolfs-Sprache beiderseits Aggressionen.
Rosenberg bezeichnet die Wolfs-Sprache als einen eher missglückten Versuch, ein Bedürfnis auszudrücken.

Grundlagen der „Gewaltfreien Kommunikation”:

  • Menschen sind soziale Wesen und in vielen Bedürfnissen voneinander abhängig.
  • Alle Menschen möchten ihre Bedürfnisse befriedigt bekommen.
  • Wir leben in guten Beziehungen, wenn wir diese Bedürfnisse durch Zusammenarbeit statt durch aggressives Verhalten erfüllen.
  • Jeder Mensch hat bemerkenswerte Ressourcen, die uns erfahrbar werden, wenn wir durch Einfühlung (Empathie) mit ihnen in Kontakt kommen.
  • Hinter jedem aggressiven Verhalten steckt ein Bedürfnis.
  • Jedes Bedürfnis dient dem Leben – es gibt keine „negativen“ Bedürfnisse.

Ziele der „Gewaltfreien Kommunikation”:

  • Befriedigende Beziehungen aufbauen und erhalten
  • Unsere Bedürfnisse befriedigen, ohne Anderen (verbale) Gewalt anzutun
  • Schmerzliche Kommunikation verändern
  • Konflikte positiv wandeln

Wie funktioniert GfK? Hier gehts weiter …

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