Wie funktioniert GfK?

In der GfK …

  • … sprechen wir die Sprache des Herzens, die „Giraffen-Sprache“;Giraffen viele
  • … trennen wir strikt zwischen Beobachtung und Bewertung dieser Beobachtung;
  • … achten wir auf unsere Gefühle und machen uns die dahinter liegenden Bedürfnisse bewusst;
  • … achten wir auf die Gefühle der Anderen und versuchen, die dahinter liegenden Bedürfnisse herauszufinden;
  • … übersetzen wir jede andere Ausdrucksweise in die Sprache der Gefühle und Bedürfnisse, in die „Giraffen-Sprache“;
  • … respektieren wir die Bedürfnisse Aller;
  • … bitten wir, positiv – konkret – im Jetzt und Hier erfüllbar;
  • … übernehmen wir Verantwortung für unsere Handlungen wie z.B.: „Ich habe … gehandelt, weil mir … wichtig war”.

Kennzeichen der Giraffen-Sprache:

  • Gefühle beachten.
  • Versuchen, die Bedürfnisse des anderen herauszufinden.
  • Trennung von Beobachtung und Bewertung.
  • Bitten statt Fordern.
  • Übersetzung von Angriffen, Vorwürfen, Beleidigungen und Forderungen in Gefühle und Bedürfnisse.

Von der Wolfs-Sprache zur Giraffen-Sprache

Wir übersetzen die verbalen „Wolfs-Attacken“ in die „Giraffen-Sprache“ und nehmen auf diese Weise den Gesprächen die Spitze und die Aggression.

  1. Schritt: Die Situation möglichst objektiv erkennen und wiedergeben.
  2. Schritt: Gefühle artikulieren.Grey Wolf (Canis lupus) Portrait
  3. Schritt: Erkennen, welche Bedürfnisse dahinter stecken.
  4. Schritt: Formulierungen von Wünschen und Bitten.

Beispiel der Wolfs-Sprache:

  • Du warst heute schon wieder zu faul, den Müll raus zubringen! (Bewertung)
  • Ständig muss ich darauf achten, dass hier alles läuft! (Verallgemeinerung)
  • Du kümmerst dich um nichts! (Kritik)
  • Du machst das nur, um mich zu ärgern! (Interpretation, Unterstellung)
  • Wenn sich das in Zukunft nicht ändert, dann werde ich für dich auch nicht mehr ….! (Strafandrohung)

Beispiel der Giraffen-Sprache (Übersetzung):

  • Du hast den Müll nicht raus gebracht. (Objektiver Sachverhalt – Situation)
  • Ich bin verärgert und habe das Gefühl, für alle Aufgaben im Haus allein verantwortlich zu sein. (Gefühle)
  • Gerne möchte ich im Haushalt entlastet werden (Bedürfnisse)
  • Ich wünsche mir deshalb allgemein mehr Entgegenkommen und Mitwirkung von deiner Seite. (Wünsche)

Um zukünftige Zielsetzungen und Vereinbarungen auszuarbeiten, ist die „giraffische” Übersetzung als Grundlage sehr hilfreich.
Es empfiehlt sich, mit „Giraffen-Ohren“ herauszuhören, welche Gefühle, Bedürfnisse und Wünsche angesprochen werden, und entsprechend darauf zu reagieren.
Auf unser Beispiel angewandt könnte das Gespräch dann in folgender Form weiter verlaufen:Giraffen Eins

„Es war nicht meine Absicht, dich zu ärgern.
Ich mag das „Müllmachen“ nicht sehr, deshalb vergesse ich es leicht.
Vielleicht kann ich dafür gleich das Staubsaugen übernehmen?“

(Dem Bedürfnis des Partners nach Entlastung und dem Wunsch nach Mitwirkung wird hier Rechnung getragen)

Oder – für den Fall, dass ich die Gefühle, Bedürfnisse und Wünsche des Anderen zwar erkannt habe, diese aber nicht erfüllen möchte (aus welchen Gründen auch immer):

„Du bist verärgert. Das war nicht meine Absicht.
Ich mag die Hausarbeiten zwar ganz und gar nicht, möchte aber deswegen keinen Streit mit dir.
Können wir uns gemeinsam etwas überlegen, was für unser beider Entlastung geeignet wäre?
Du kannst dir meiner allgemeinen Unterstützung und Mitwirkung auf jedem anderen Gebiet völlig sicher sein.“

Hier gehts zu “Methode und Formeln” der GfK

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