Meditation
Wir können unsere Wahrnehmung steigern, sie schärfen,
indem wir täglich immer wieder ein paar Minuten
uns irgendwo hin stellen, setzen oder legen und
nur wahrnehmen, beobachten, hören, sehen, riechen, spüren,
was um uns herum ist und geschieht.
Wir können dabei auch die Augen schließen und
nur auf unseren Körper achten, auf unseren Atem,
wie er in regelmäßigen Zügen in unseren Körper fließt und wieder ausströmt.
Alle Gedanken, die uns dabei durch unseren Kopf sprudeln und
die uns immer nur ablenken von unserer Wahrnehmung,
lassen wir einfach los, lassen sie ziehen, befassen uns nicht damit.
Erfolg und Lohn
Wenn wir das täglich und regelmäßig tun, bemerken wir bald
eine Erhöhung unserer Konzentrationsfähigkeit, unserer Aufmerksamkeit,
unserer Bewusstheit im Alltag, im Berufs- und Privat-Leben.
Wenn wir dann nach einer Weile des Übens
mit erhöhtem Bewusstsein durchs Leben gehen,
dann nicht mit ängstlichem Blick und
in ständiger Erwartung einer Gefahr uns um uns selbst drehend!
Denn da wir Vieles (und immer mehr) schon vorher und weit voraus sehen,
werden wir ruhiger – in uns ruhend.
Nichts kann uns mehr überraschen.
Wir sehen den Dreck auf der Straße schon lange vorher und
machen einen Bogen darum.
Und während wir schon längst den Fußgänger registriert haben,
der uns entgegen kommt,
können wir aus den Augenwinkeln bereits den Autoverkehr abchecken,
bevor wir die Straße überqueren.
Wir prüfen kurz das Gesicht des Mannes, der grad neben uns läuft,
sehen seine Hände in den Taschen, und lassen ihm vielleicht den Vortritt,
damit wir ihn besser beobachten können, bis er weiter weg ist.
Und wir nehmen auch all das Schöne wahr,
das uns das Leben bietet:
Die bunten Blumen am Wegrand,
das Vogelzwitschern im Park,
den Straßenmusiker,
das freundliche Lächeln eines Passanten,
einen angenehmen Duft,
den leuchtenden Sonnenuntergang.
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Wolfgang Pecher
