Einerseits muß unser Schutz stabil genug sein,
um auch einem starken Angriff standzuhalten.
Andererseits müssen wir Gegendruck vermeiden, da …
a) … es sinnlos ist, Kraft gegen die Kraft eines Stärkeren aufzuwenden,
b) … wir damit leichtsinnigerweise eigene Kraft vergeuden,
c) … wir damit dem Angreifer Informationen über unsere nächste Aktion geben.
Trotzdem brauchen wir genügend Vorwärtsspannung, um schnell vorstoßen zu können.
Dazu stellen wir zunächst (im Ernstfall unauffällig) ein Bein nach vorne.
Beide Füße stehen jetzt mit ca. einer halben Fußlänge Abstand auf einer Linie und
zeigen 45 Grad zur gleichen Seite.
Unser Gewicht liegt auf dem leicht gebeugten hinteren Bein.
Das vordere (Spiel-)Bein ist zwar entlastet,
drückt jedoch die Zehenballen auf den Boden.
Falls der Angreifer mit einem Tritt beginnt,
genügt uns meist eine minimale Kniebewegung, um geschützt zu sein.
Somit haben wir beide Hände frei für die Abwehr von z.B. Faustangriffen,
die einem Tritt meistens folgen.
Während wir unser „Spielbein“ nach vorne stellen,
nehmen wir (im Ernstfall unauffällig) unsere Arme hoch,
zunächst jedoch nicht als erkennbare Kampfstellung
(Arme locker gekreuzt, Kinn auf eine Hand gestützt, Hand am Ohr o.ä.).
Unser Oberkörper befindet sich möglichst in Front zum Angreifer, und
damit haben unsere Arme eine gleich lange Distanz zu ihm.
Bei wachsender Eskalation schieben wir beide Arme in gleicher Länge und
parallel im Abstand von zwei Faustbreiten (max. eigene Schulterbreite) nach vorne.
Die Handflächen zeigen dabei schräg nach unten und vorne,
die Finger sind geschlossen.
Ober- und Unterarme bilden einen Winkel von ca. 140 Grad.
Die Ellbogen sind dabei so tief wie möglich, im gleichen Abstand wie die Hände und
mindestens eine Faustbreite von unserem Körper entfernt zu halten.
Die Schultern sind locker und entspannt.
Mehr zum Thema: Der eigene Schutz
Mehr zum Thema: Realistische Selbstverteidigung
Haben Sie noch Fragen zu diesem Thema?
Wollen Sie mir Ihre Meinung dazu mitteilen?
Dann schreiben Sie mir bitte einfach eine Mail.
Wolfgang Pecher