Wir brauchen also genau das, was so viele fürchten: „Weiche Knie“.
Wir müssen lernen, bei Gefahr in den Knien sofort weich nachzugeben und
unseren Schwerpunkt abzusenken.
Das weiche Nachgeben in den Knien und Absenken im Gesäß
ermöglicht uns dann außerdem, uns schnell zu bewegen,
unseren Standpunkt zu wechseln,
und trotzdem sofort wieder stabil zu stehen.
Unser Körper ist dabei stets aufrecht, die Brust ist entspannt und gerade.
Unsere Schultern hängen locker über der Hüfte,
sie sind nicht hoch und nicht zurück gezogen.
Unser Rücken darf kein Hohlkreuz (!) bilden.
Unseren Kopf stabilisieren wir durch Zurücknehmen des Kinns und
durch horizontale Sicht.
Unsere Augen folgen den Bewegungen unserer Arme bzw. Hände.
Unsere Stabilität erhöhen wir, indem wir Knie und Gesäß absenken.
Dabei ruht der größte Teil unseres Körpergewichts
nicht auf dem vorderen (!), sondern auf dem hinteren (!) Bein.
Das vordere Bein ist unser „Spielbein“, mit dem wir den Boden vor uns ertasten,
uns vor Tritten schützen oder auch treten können.
Die Kraft des Angreifers nehmen wir über unsere Hände auf,
leiten sie über unsere Arme abwärts zu unseren Hüften und in unsere Beine.
Einem Stoß oder Schlag gegen unseren Körper nehmen wir seine Wirkung
durch Ausweichen, Nachgeben und Senken unseres Körperschwerpunkts.
Wenn wir nach einem Angriff unsere Position verändern mussten,
müssen wir unbedingt sofort danach wieder eine stabile Haltung einnehmen.
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Wolfgang Pecher