Wie geht Selbstverteidigung?

Welche Methode zur Selbstverteidigung ist „die Beste”?

Einfache Antwort: Es gibt keine „beste“ Methode.
Die beste Selbstverteidigung ist zunächst einfach „Weglaufen“.
Und damit ist man kein Feigling, sondern sogar sehr intelligent!
Und zum Weglaufen gehört tatsächlich Mut!
Denn der Angreifer und evtl. Beobachter halten uns deshalb wahrscheinlich für feige!
Also kann es sogar mutig sein, so zu tun, als ob man feige ist!

Wenn Weglaufen nicht möglich ist, dann zeigt sich die beste Selbstverteidigung in der Deeskalation – zunächst verbal
(S. hierzu auch meine Ausführungen zu “Gewaltfreie Kommunikation“).

„Ich fand, dass es für alle irdischen Streitigkeiten nur einen Ausweg gibt: Die Toleranz. Und dass sie nur einer einzigen Gesinnung gegenüber nicht angewandt werden darf: Der Intoleranz.” (Bruno Walter)

Und erst, wenn Weglaufen oder Deeskalation uns nicht schützen, haben wir sowohl die moralische als auch die juristische Rechtfertigung für einen Kampf!

Kampfsport

Viele Leute glauben, wenn jemand „Kampfsport“ trainiert, dann kann er sich in kritischen Situationen auf der Straße auch gut verteidigen.
Der stößt dann einfach einen „Kiai“ (Kampfschrei) aus, dass dem Anderen vor Schreck das Herz stehen bleibt und schießt dann aus der Hüfte einen Tsuki (Fauststoß) ab, dessen Auswirkungen nur noch – wenn überhaupt – der Notarzt reparieren kann.Yoko Tobi Geri

Natürlich sind bei einem körperlichen Angriff Kenntnisse eines Kampfsports grundsätzlich besser als nichts!
Jedoch ist ein mittelmäßiger Straßenkämpfer den meisten Kampfsportlern (soweit sie an Stil und Regeln festhalten!) überlegen!
Es ist übrigens ein weit verbreiteter Irrtum, dass man verpflichtet ist, einen Angreifer darauf hinzuweisen, dass man Kampfsportler ist.
Ein ungewollter Effekt dabei könnte sogar sein, dass der Angreifer sich dadurch erst recht provoziert fühlt.

„Wenn man nicht der Stärkere ist, muss man der Klügere sein!” (Emile Zola)
 

Selten greift ein körperlich Schwacher einen Stärkeren an, sondern meistens der Stärkere den Schwächeren.
Wenn der Angreifer also stärker ist, dann macht es keinen Sinn, sich gegen ihn mit Kraft wehren zu wollen.
Somit ist eine Kampfkunst, die Kraft mit Kraft begegnet, zur Selbstverteidigung nur bedingt geeignet!

Realistische Selbstverteidigung

Realistische Selbstverteidigung muss – wenn sie effizient sein soll – in unserem Kopf beginnen.
Einfach nur zuschlagen ist keine Kunst und könnte uns vielleicht sogar mehr schaden als nützen.
Wirkliche Selbstverteidigung besteht eben nicht nur in „Haudrauf“!
Dazu muß man nicht viel können, nur etwas mehr Muckis haben als Andere und etwas weniger in der “Birne”!
Wir müssen erst “Umdenken” lernen!

Kämpfen können und es nicht wollen ist besser als kämpfen müssen und es nicht können!(Wolfgang Pecher)

Mehr darüber in den folgenden Themen:

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Warum Selbstverteidigung?

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