Die beste Methode

Welche Methode zur Selbstverteidigung ist „die Beste”?

Einfache Antwort: Es gibt keine „beste“ Methode.
Die beste Selbstverteidigung ist zunächst einfach „Weglaufen“.
Und damit ist man kein Feigling, sondern sogar überdurchschnittlich intelligent!
Wenn Weglaufen nicht möglich ist, dann zeigt sich die beste Selbstverteidigung
in der Deeskalation – zunächst verbal – und erst, wenn es nicht anders geht,
im körperlichen Ruhigstellen des Angreifers.
Und „Ruhigstellen“ heißt auch jetzt noch nicht unbedingt „Umhauen“!!!
Die meisten Leute glauben, wenn jemand „Kampfsport“ trainiert,
dann kann er sich in kritischen Situationen auf der Straße auch gut verteidigen.
Der stößt dann einfach einen „Kiai“ (Kampfschrei) aus,
dass dem Anderen vor Schreck das Herz stehen bleibt und
schießt dann aus der Hüfte einen Tsuki (Fauststoß) ab,
dessen Auswirkungen nur noch – wenn überhaupt – der Notarzt reparieren kann.
Natürlich sind bei einem körperlichen Angriff Kenntnisse eines Kampfsports grundsätzlich besser als nichts!
Jedoch ist ein mittelmäßiger Straßenkämpfer den meisten Kampfsportlern
(soweit sie an Stil und Regeln festhalten!) überlegen!
Es ist übrigens ein weit verbreiteter Irrtum, dass man verpflichtet ist,
einen Angreifer darauf hinzuweisen, dass man Kampfsportler ist.
Ein ungewollter Effekt dabei könnte sogar sein, dass der Angreifer sich dadurch erst recht provoziert fühlt.

„Wenn man nicht der Stärkere ist, muss man der Klügere sein!” (Emile Zola)
 

Selten greift ein körperlich Schwacher einen Stärkeren an, sondern meistens der Stärkere den Schwächeren.
Wenn der Angreifer also stärker ist, macht es keinen Sinn, sich gegen ihn mit Kraft wehren zu wollen.
Somit ist eine Kampfkunst, die Kraft mit Kraft begegnet, zur Selbstverteidigung nur bedingt geeignet!

Toleranz „Ich fand, dass es für alle irdischen Streitigkeiten nur einen Ausweg gibt: Die Toleranz. Und dass sie nur einer einzigen Gesinnung gegenüber nicht angewandt werden darf: Der Intoleranz.” (Bruno Walter)

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