Eigener Schutz

Unser Schutz sollte wie ein Schild sein, der verhindert, dass wir von einem Angriff getroffen werden.
Nur mit geeignetem Schutz sollten wir unseren (Gegen-)Angriff starten.

Wichtig für unseren eigenen Schutz ist zunächst, dass wir auf eine entsprechende Distanz zum Angreifer achten und es ihm schwer machen, diese Distanz zu überwinden.
Dabei geht es nicht um Abwehr, sondern darum, unsere Arme und Beine so zu positionieren, dass wir an Körperstellen, wo es schmerzt, wo es für unsere Gesundheit oder vielleicht sogar für unser Leben gefährlich ist, nicht so einfach von einem Angreifer getroffen werden können.
Dies sind hauptsächlich unser Kopf, der Hals, der Solarplexus, das Herz, der Bauch und der Genitalbereich.
Mit einer entsprechenden Haltung unserer Hände und Arme und der Stellung unserer Beine können wir diese Bereiche zumindest gegen einen ersten Angriff schützen.
Einerseits muß unser Schutz stabil genug sein, um auch einem starken Angriff standzuhalten.
Andererseits müssen wir Gegendruck vermeiden, da …

  1. … es sinnlos ist, Kraft gegen die Kraft eines Stärkeren aufzuwenden,
  2. … wir damit leichtsinnigerweise eigene Kraft vergeuden,
  3. … wir damit dem Angreifer Informationen über unsere nächste Aktion geben.

Trotzdem brauchen wir genügend Vorwärtsspannung, um schnell vorstoßen zu können.
Dazu stellen wir zunächst (im Ernstfall unauffällig) ein Bein nach vorne.
Beide Füße stehen jetzt mit ca. einer halben Fußlänge Abstand auf einer Linie und zeigen ca. 60 Grad zur gleichen Seite.
Unser Gewicht liegt auf dem leicht gebeugten hinteren Bein.
Das vordere (Spiel-)Bein ist zwar entlastet, drückt jedoch die Zehenballen auf den Boden.
Falls der Angreifer mit einem Tritt beginnt, genügt uns meist eine minimale Kniebewegung, um geschützt zu sein.
Somit haben wir beide Hände frei für die Abwehr von z.B. Faust-Angriffen, die einem Tritt meistens folgen.
Während wir unser „Spielbein“ nach vorne stellen, nehmen wir (im Ernstfall unauffällig) unsere Arme hoch, zunächst jedoch nicht als erkennbare Kampfstellung
(Arme locker gekreuzt, Kinn auf eine Hand gestützt, Hand am Ohr o.ä.).
Unser Oberkörper befindet sich möglichst in Front zum Angreifer, und damit haben unsere Arme eine gleich lange Distanz zu ihm.
Bei wachsender Eskalation schieben wir beide Arme in gleicher Länge und parallel im Abstand von zwei Faustbreiten (max. eigene Schulterbreite) nach vorne.
Die Handflächen zeigen dabei schräg nach unten und vorne, die Finger sind geschlossen.
Ober- und Unterarme bilden einen Winkel von ca. 140 Grad.
Die Ellbogen sind dabei so tief wie möglich, im gleichen Abstand wie die Hände und mindestens eine Faustbreite von unserem Körper entfernt zu halten.
Die Schultern sind locker und entspannt.

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