Notwehr und Nothilfe

Erst wenn in einer gefährlichen Situation Weglaufen und Deeskalation uns nicht vor Not bewahren,
dann gestattet uns der Gesetzgeber, dass wir uns in dieser Not wehren, unser Eigentum, unsere Gesundheit, unser Leben schützen und verteidigen oder das Eigentum, die Gesundheit oder das Leben von Anderen.

Voraussetzung für eine juristisch einwandfreie Notwehr ist ein rechtswidriger Angriff auf z.B.

  • Eigentum (Diebstahl),
  • körperliche Unversehrtheit,
  • sexuelle Selbstbestimmung (Vergewaltigung).

Der Angriff muß gegenwärtig sein, d.h. unmittelbar stattfinden, bevorstehen oder fortdauern.
Wenn uns beispielsweise Jemand anrempelt, wir ihn dann verfolgen und zurück “rempeln”,
dann ist das KEINE Notwehr!

Unsere Verteidigungshandlung muß zur Abwehr erforderlich und verhältnismäßig sein, d.h.:
Der Gesetzgeber verlangt von uns dabei eine „Verhältnismäßigkeit“ der Mittel, mit denen wir uns schützen und verteidigen.
Wenn wir uns für eine Ohrfeige damit revanchieren, den Angreifer krankenhausreif zu schlagen, wenn wir also mit Kanonen auf Spatzen schießen, dann hat dafür kein Richter Verständnis!

Der rechtswidrige Angriff kann abgewehrt werden …
a) … von sich selbst (Notwehr) und/oder
b) … von einem Anderen (Nothilfe).

Nützlich für eine evtl. nachfolgende Gerichtsverhandlung ist es, wenn wir für Umstehende (spätere Zeugen!) deutlich (laut) genug demonstrieren, dass wir diese Auseinandersetzung nicht wollen.

Hier finden Sie noch mehr zum Thema:

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