Wing Tsun und das Leben

Selbstverteidigung mit Wing Tsun ist:    Weg vom Vermeiden (wollen) hin zum Erreichen (wollen)!

Eins zu eins übertragbar

Wing Tsun und das Leben sind wechselseitig eins zu eins übertragbar!

Wenn ein Mensch sich entschließt, den Weg des Wing Tsun zu gehen, dann tut er das zunächst in der Hoffnung, zu lernen, sich gegen körperliche Angriffe Anderer schützen und verteidigen zu können.

Dabei erkennt er, dass einige seiner Denk- und Verhaltensweisen, Reaktionen und Bewegungen dafür nicht optimal sind – oft entgegen seiner bisherigen Überzeugung.

Der WT-Anfänger merkt dies sehr bald auf verschiedene Weise, z. B.:
Sein Lehrer ermahnt ihn immer wieder, sich weich und locker zu bewegen. Sein Gehirn vermittelt dem Schüler nun die Illusion, doch ganz locker und entspannt zu sein. Wenn sein Lehrer dann jedoch die Arme mit ihm kreuzt, hört der Schüler von ihm die Frage: „Warum drückst Du so dagegen?“ Und mit seiner Antwort „Aber ich drück doch gar nicht!“ zeigt der Schüler, dass sein Gehirn ihm noch immer etwas vorgaukelt.

Erhöhung des Körper-Bewusstseins

Im WT lernen wir „umdenken“:
Ebenso wie mit einer Korrektur und Verbesserung unserer Sprache unsere Gedanken geschult werden und umgekehrt mit unseren Gedanken unsere Sprache verfeinert wird, so beeinflusst eine Korrektur und Verfeinerung unserer Körperbewegungen unser Gehirn. In unserem Gehirn werden damit alte und weniger effiziente Denkmuster und Gewohnheiten korrigiert oder gelöscht und ersetzt. Wir lernen, unsere Körperbewegungen so zu korrigieren und zu koordinieren, dass wir in kritischen Situationen schneller und effizienter reagieren.

Im Laufe der Zeit werden die positiven Auswirkungen des WT-Trainings dann auch erkennbar in unserem Alltag, in unseren Handlungen, in unseren Gewohnheiten: Im Unterricht, im Training, alleine oder mit Partner, wachsen unsere Aufmerksamkeit und unsere Konzentrations-Fähigkeit. Denn wir sind dabei ständig gezwungen, uns voll auf unsere eigenen Bewegungen und auf die unseres Trainings-Partners zu konzentrieren.

Unser Bewusstsein für „alles was ist“ wird erweitert und mit Bescheidenheit empfinden wir Respekt vor „allem was ist“.

Wir lernen, einen Standpunkt zu haben und stabil zu vertreten, jedoch auch, dass wir unangenehme Situationen entschärfen, wenn wir nicht auf unserem Standpunkt beharren, sondern nachgeben.

Eine stabile Haltung in Körper und Geist in möglichst jeder Situation bewahrt uns unser äußeres und inneres Gleichgewicht, jedoch nur, wenn wir flexibel auch auf schnelle Veränderungen reagieren.

Wenn wir ökonomisch mit unserer Energie umgehen, sie nicht unnötig vergeuden, indem wir voreilig vorprellen oder überreagieren, besitzen wir in jeder Situation Ruhe und Gelassenheit, um zunächst abzuwarten, uns zurück zu nehmen, „in uns“ zu ruhen, „bei uns“, in „unserer Mitte“ zu bleiben.

Unsere Aktionen und Reaktionen richten sich nach der Maxime: „Weniger ist mehr!“.

In entspanntem Zustand erleben wir eine Zunahme unserer Reaktions-Geschwindigkeit.

Mit unserem wachsenden Selbst-Bewusstsein wächst auch unser Selbst-Vertrauen.

Wir begreifen, dass wir andere Menschen nicht ändern können. Wir können jedoch Probleme vermeiden, indem wir unsere Einstellung und Haltung zu Anderen ändern.

Wir lernen, zu akzeptieren, anzunehmen was ist und was kommt, nicht an vorgefassten Meinungen festzuklammern und uns nicht mit Vergeudung unserer Kraft dem entgegen zu stellen, was uns nicht gefällt.

Mit größerer Achtsamkeit und Feinfühligkeit werden wir fähig, alles laufen, alles fließen zu lassen, selbst im Fluss zu bleiben, und dabei doch den Kontakt und damit die Kontrolle zu behalten.

Mit der daraus entstandenen Selbst-Sicherheit setzen wir uns Ziele, die wir verfolgen, an denen wir dran bleiben.

Wir versteifen uns jedoch nicht darauf, und haben auch keine Erwartungen damit.

Statt dessen erkennen wir Gelegenheiten und nutzen wir Chancen, die sich uns anderweitig bieten.

Mit Freude und Dankbarkeit genießen wir all diese Geschenke, sind uns jedoch auch unserer Verantwortung bewusst, gewissenhaft damit umzugehen.

Das alles sind lohnenswerte Ziele – und WT bietet uns die Möglichkeit, sie uns zu erarbeiten.

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