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Die Grossen Sieben

Keith Kernspecht, Gründer der EWTO, schreibt in seinem Buch „Die Essenz des Wing Tsun“ auf Seite 295, „dass – speziell für unser WT – sieben Fähigkeiten unerlässlich sind, wenn wir uns mühelos verteidigen wollen.“.

Er unterscheidet dabei zwischen „Fähigkeiten“ und „Fertigkeiten“ und betont, dass „der Entwicklung der Fähigkeiten größere Bedeutung zugemessen wird als dem Aufbau besonderer Fertigkeiten (Formen, Techniken usw.).“.

In seiner späteren Aufzählung „Große sieben Fähigkeiten“ macht er diesen Unterschied jedoch nicht mehr bzw. verwechselt diese Begriffe sogar und bezeichnet letztlich alles als „Fähigkeiten“!

Fähigkeiten besitzen wir bereits, Fertigkeiten lernen wir.

Zitat aus Wikipedia:
Fähigkeiten sind im Gegensatz zu Fertigkeiten grundsätzlich entweder angeboren oder aber durch äußere Umstände bestimmt, werden demnach also nicht erst erworben.
Viele Fähigkeiten können allerdings durch Training verbessert werden.“
Fertigkeit bezeichnet im Allgemeinen einen erlernten oder erworbenen Anteil des Verhaltens.
Der Begriff der Fertigkeit grenzt sich damit vom Begriff der Fähigkeit ab, die als Voraussetzung für die Realisierung einer Fertigkeit betrachtet wird.“
Können umfasst Fähigkeit und Fertigkeit.“

Außerdem sind drei von Kernspecht´s sieben Punkten (2., 3., 5.) in den anderen schon enthalten bzw. unmittelbar zusammenhängend, sodass eine weitere Aufzählung überflüssig ist!

Kernspecht´s „Große sieben Fähigkeiten“:

  1. Aufmerksamkeit, Achtsamkeit, Vorstellungskraft (= Fähigkeiten)
  2. Gewandtheit, Beweglichkeit, Flexibilität (= Fertigkeiten, enthalten in 3.)
  3. Körpereinheit (= Fertigkeit)
  4. Gleichgewicht, Balance (= Fertigkeiten, enthalten in 3.)
  5. Wahrnehmung, Staffel der Sinne (= Fähigkeiten, enthalten in 1.)
  6. Timing, Distanzgefühl (= Fähigkeiten)
  7. Kampfgeist, Resilienz (= Fähigkeiten)

Diese Aufzählung ist kaum geeignet, sie ohne Interpretationen einem WT-Anfänger einfach zu überlassen.
Eine Aufzählung der notwendigen Fähigkeiten und Fertigkeiten für eine effiziente Selbstverteidigung mit WT sollte jedenfalls so gestaltet sein, dass auch ein Laie schnell versteht, was damit gemeint ist.

Hier finden Sie noch mehr zum Thema:

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1 Kommentar

  1. Rolf

    Während meiner aktiven WT-Zeit war durch unseren Sihing von solchen Dingen überhaupt nicht die Rede. Das Training eher einer Katastrophe gleich, wenn keine einzige Stunde Privattraining in Anspruch genommen wurde. Nur über diesen Weg gab es auch eine Zulassung für die nächste Prüfung.
    Mit anderen Worten: Egal wie gut einer ist, ohne Privatstunden gab es nichts.
    Bei mir war die Situation, dass ich meinen damaligen Sihing im Training unterstützte. Für Lau.
    Als ich es ablehnte auch weiterhin andere aus der Gruppe zu trainieren, gab es eine sehr unschöne Situation.
    Sihing hatte sich nicht getraut, mich anzugreifen. Vielmehr sollten mich andere aus der Gruppe von hinten angreifen. Am Ende haben es alle bleiben gelassen und ich bin aus der Truppe raus gegangen.
    WT ist schon eine feine Sache und sehr effektiv. Einen guten Trainer voraus gesetzt.
    Steht allerdings erst der Kommerz im Vordergrund und wird dann noch verlangt, den Mitgliedsbeitrag in BAR zu überreichen, dann ist es schon sehr anrüchig.
    Das WT-System trainiere ich auch noch weiterhin, ohne Trainer. Das bringt mir viel mehr, als mich mit einem Möchtergern rumzuärgern.

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