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Negatives Denken

Menschen, die negativ denken, haben Angst! Terrified woman

 Angst entsteht bei Gedanken …

  • … an das, was wir NICHT haben,
  • … an das, was wir NICHT wollen,
  • … an das, was wir NICHT können,
  • … an das, was wir NICHT wissen,
  • … an das, was wir NICHT kontrollieren können,
  • … daran, dass wir das Richtige NICHT tun können,
  • … daran, dass wir das Falsche NICHT lassen können,
  • … daran, dass etwas NICHT funktionieren könnte.

Wer oft unter derartigen Ängsten leidet, ist unsicher und sendet – unbewusst – Signale aus.
Ein Gewalt-Täter hat feine Antennen für diese Signale und erkennt daran ein potentielles Opfer.
Ein Opfer denkt an „Vermeiden“, denkt in „Verneinungen“, denkt nur an das, was es NICHT will.

Es hat also „destruktive“ Gedanken statt – wie der Täter – „konstruktive“ Gedanken.

Unterschied Täter/Opfer

Negatives Denken ergibt negative Worte!

Das Wort „Nicht“ wird von den meisten Menschen zu oft und meistens gedankenlos verwendet.

Die Ursache dafür sind „negative“ (= verneinende) Gedanken.

Und daraus entsteht eine negative Aussage, die man jedoch auch positiv formulieren könnte.

Durch eine verneinende, negative Sprache werden auch unsere Gedanken negativ programmiert!

Wir verstärken diese Programme ständig mit Formulierungen, die wir meistens nur gedankenlos einmal Gehörtem nachplappern, und die wir uns zur Gewohnheit gemacht haben!

Das hat Folgen für unsere Handlungen, die dann – wie unsere Sprache – ebenfalls zur Gewohnheit werden!

Diesen „Teufelskreis“ können wir durch bewusstes Sprechen (= vorher denken) ins Gegenteil umkehren:

Beispiele:

Anstatt zu sagen könnten wir auch sagen
Das ist NICHT schlecht! Das ist gut!
Das ist NICHT hässlich! Das ist schön!
Ich will NICHT stehen bleiben! Ich will weiter gehen!
Ich will NICHT verlieren! Ich will gewinnen!
Ich will NICHT Letzter sein! Ich will Erster sein!
Ich darf NICHT vergessen, daß …! Ich will daran denken, daß …!
Ich bin NICHT abgeneigt! Ich bin interessiert!
Ich will NICHT daneben hauen! Ich will genau treffen!
Ich weiß NICHT /
ich kann NICHT!
Ich weiß/kann es NOCH nicht und ich werde es lernen!
Ich will NICHT traurig sein! Ich will fröhlich sein!
Das darfst Du NICHT ablehnen! Das darfst Du annehmen!
Ich will NICHT aufgeben! Ich will weiter machen!
Ich werde es NICHT schaffen! Es wird mir gelingen!

Noch schlimmer sind die doppelten Verneinungen:

Anstatt zu sagen könnten wir auch sagen
Das ist NICHT UNangenehm!

Das ist NICHT UNgeschickt!

Das ist mir NICHT UNbekannt!

Ich will NICHT UNpünktlich sein!

Das ist angenehm!

Das ist geschickt!

Das ist mir bekannt!

Ich will pünktlich sein!

Viele unserer Aussagen, die das Wort „Nicht“ enthalten, sind sogar absolut widersprüchlich:

Anstatt zu sagen:
… könnten wir auch sagen:
Magst Du NICHT reinkommen? Magst Du reinkommen?
Meinst Du das NICHT auch? Meinst Du das auch?
Magst Du mich NICHT mal anrufen? Magst Du mich mal anrufen?
Siehst Du das NICHT auch so? Siehst Du das auch so?
Ist das NICHT schön? Das ist doch schön!

Unsere negativen Gedanken und unsere daraus entstehenden Worte beeinflussen zunächst unser eigenes Handeln und darüber hinaus dann das unserer Mitmenschen.
Unser Handeln wird mit häufigen Wiederholungen zur Gewohnheit.
Mit Gewohnheiten wird im Wesentlichen unser Charakter geprägt.
Und unser Charakter ist entscheidend für unser Schicksal!

Im Talmud können wir lesen:

  • Achte auf Deine Gedanken, denn sie werden Worte.
  • Achte auf Deine Worte, denn sie werden Taten.
  • Achte auf Deine Taten, denn sie werden Gewohnheiten.
  • Achte auf Deine Gewohnheiten, denn sie werden Dein Charakter.
  • Achte auf Deinen Charakter, denn er wird Dein Schicksal.

 

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